Glutenfrei ernähren – Auf diese Dinge muss man achten!

It’s been a while!

Hey meine Lieben, nach einem wunderschönen Urlaub in Umbrien in Italien bin ich zurück in Deutschland und möchte mit euch ein paar meiner Tipps zur glutenfreien Ernährung teilen. Da ich aus gesundheitlichen Gründen bewusst das Gluten (versuche) wegzulassen, dachte ich, gebe ich euch meine absoluten Gluten Free Must-Have Produkte weiter. Wenn ihr also an Zöliakie leidet, oder euch einfach bewusster ernähren wollt und/ oder wie ich auch das Buch „Weizenwampe“ von Dr. Med. William Davis gelesen habt, oder an einer Schilddrüsenunter- oder Überfunktion erkrankt seid, dann seid ihr hier genau richtig. Eine glutenfreie Ernährung ist nämlich gar nicht so einfach! Hierbei solltet ihr einige Dinge beachten. Los gehts!:)

Was ist es, auf das wir verzichten?

Gluten ist ein Klebereiweiß, das in fast allen gängigen Getreidesorten, wie z.B. Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel, Spelt, Emmer, Einkorn, Kamut, Grünkern, Bulgur, Couscous vorhanden ist und sich in vielen Produkten versteckt, in denen wir es nicht erwarten, wie z.B. Sojasauce, Pudding oder Wurst, aber auch in: – Pflanzeneiweiß, Paniermehl, Backtriebmittel, Verdickungsmittel, Stärke, Farbstoffen, Gewürzzubereitungen, Malz, Modifizierter Stärke und Aromen. Für alle Cheatmeal -Liebhaber: Ihr müsst jetzt ganz stark sein: Denn vor allem Brot, Nudeln, Bier, Pizza, Kuchen, Kekse, Torte, Pfannkuchen, Crêpes, Paniertem, in einigen Margarinen und in angedickten Soßen ist Gluten enthalten.

Glutenfrei ernähren – So gehts!                                                

Ich habe einige leckere Alternativen für die täglichen Mahlzeiten herausgesucht, um euch zu zeigen, dass man trotz glutenfreier Ernährung richtig gut essen kann. Zwar etwas teurer, aber dafür tut ihr euch selbst und eurem Körper auch einen Gefallen!;) Ich persönlich musste seit meiner Umstellung auf keine Pizza, Pasta und Brot verzichten. Die folgenden Tipps helfen euch, euch langfristig besser zu fühlen. Nur im Urlaub ist es schwer, sich glutenfrei zu ernähren!  Hierbei hilft nur das stringente Weglassen der glutenhaltigen Lebensmittel. Alle der folgenden empfohlenen Lebensmittel habe ich selbst getestet und empfehle sie euch aus bester Absicht, weil sie eine gute und leckere Alternative darstellen. Alle Empfehlungen sind gut gemeinte Ratschläge und keine Werbung als solche, da es weder PR-Samples gegeben hat noch eine bezahlte Kooperation. Also könnt ihr euch sicher sein, dass die Produkte auch wirklich gut sind!

Fangen wir also mal beim Frühstück an: Was für Produkte verwende ich, um nicht auf Cornflakes und Brot verzichten zu müssen? Denn ihr wisst, jeder Deutsche isst Brot in Massen und das wäre ein sehr großer Verlust! 😀

Meine Frühstücksroutine

Hafer zum Beispiel ist an sich glutenfrei, da dieser aber in der Verarbeitung mit anderen Getreidesorten in Berührung kommen, und sich vermischen kann, ist dieser leider nicht mehr mit 100%er Garantie frei von Gluten. Deshalb solltet ihr beim Kauf darauf achten, dass ein „Glutenfrei“- Siegel auf der Verpackung ist – eine durchgestrichene Ähre – meistens direkt vorne drauf. Und die Suche nach diesem Logo wird von nun an euer ständiger Begleiter sein, wie auch der Blick auf die Inhaltsstoffe auf der Rückseite. 😉

Müsli:

Glutenfreien Hafer gibt es zum Beispiel hier bei Edeka erhältlich oder dieser hier von Rewe. Den Hafer mische ich mir gerne mit frischem Joghurt, zB. : diesem hier. Hinzu kann man frische Erdbeeren, Banane, Pfirsich und Zimt mischen. Ich habe zum Beispiel immer mal wieder tiefgekühlte Heidelbeeren im Eisfach, die einfach besonders lecker dazu schmecken. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Cornflakes:

Bei den Cornflakes handelt es sich – wie der Name schon sagt – um Maisflocken. Da viele „Cornflakes“ -und Müslisorten aber hauptsächlich mit Weizenmehl verarbeitet werden, gibt es zumindest bisher nur wenigen Produktalternative zum Frühstück. Hirse-, Amaranth-, Soja-, Buchweizen-, Reis- und Maisflocken könnt ihr allerdings problemlos essen. Und die gibts in fast jedem Bioladen oder auch in Reformhäusern. Die „Go Free“ Cornflakes von Nestlé, die auch beim Rewe um die Ecke erhältlich sind, sind super lecker und man schmeckt keinen Unterschied zu anderen glutenhaltigen Flakes. Weitere Sorten gibt es von der Rewe Eigenmarke „Frei von“, die Cornflakes mit Beeren oder mit Schokoladenstücken anbieten – geschmacklich sind alle top! Neben diesen gibt es aber auch noch Schokoladenflakes von Schär!

Brot- und Backwaren:

Auch hier heißt es, sich in eurem nahe gelegenen Supermarkt einfach mal umzuschauen. Sich glutenfrei zu ernähren liegt momentan glücklicherweise voll im Trend und darauf reagieren auch die großen Supermärkte. Bei Rewe und Edeka gibt es extra Regale nur mit glutenfreien Produkten, die allesamt zwar noch recht hochpreisig sind, aber eine gelungene Alternative zum Verzicht darstellen! Ich habe mittlerweile viele Brotsorten probiert, und einige davon sind wirklich nicht mit dem Geschmack eines frischen Brots zu vergleichen. Sie schmecken zu süß und chemisch verarbeitet. So würde ich euch erst einmal empfehlen, auf die in Vakuum verschlossenen Brotsorten zu verzichten. Die sind zwar länger haltbar, aber meistens auch so Sojalecitine- haltig, dass sie viel zu süßlich und eigenartig schmecken. Aber natürlich ist sowas auch Geschmackssache, das muss jeder selbst für sich ausprobieren. Meine absoluten „Lieblinge“ sind die Produkte von Schär, wie z.B. das „Meisterbäcker Vital“ oder von der o.g. Rewe Eigenmarke „Frei von“ das körnige „Vital fit“ oder auch das glutenfreie Rosinenbrot einer anderen Marke mit grünem Schriftzug (da die Marke noch sehr neu im Sortiment ist sie online noch nicht verzeichnet). Die größte Auswahl bietet jedoch immer noch Schär. Das Unternehmen ist auf die Produktion von glutenfreien Lebensmitteln spezialisiert und damit seid ihr immer auf der richtigen Seite! Schär bietet eine große Auswahl an Backwaren an, wie z.B.: Rosinen-, Mehrkorn-, Laugen-, Kaiser-, Baguette-, Hamburgerbrötchen und Ciabattas. Als Aufschnitt könnt ihr Käse essen, welcher von Natur gluten- und laktosefrei ist, sowie auch als glutenfrei gekennzeichnete Wurst, wie die von „Rügenwalder“ oder „Pommersche“, sowie auch Wilhelm Brandenburg. Margarine ist wie gesagt auch nicht immer glutenfrei, daher sollte man lieber zur Butter greifen! Molkereiprodukte können leider auch mit glutenhaltigen Bindemitteln versetzt sein, also lieber weglassen und mit Blick auf die Inhaltsstoffe auf Nummer sicher gehen.

Mittag- und Abendessen

Reis und Kartoffeln werden von nun an eine größere Rolle für eure Ernährung spielen. Weiter könnt ihr vermehrt Hirse, Quinoa, Amaranth, Mais und Reis zu euch nehmen. Auch der Einsatz von Kartoffelstärke ist okay.

Pasta:

Viele Studenten kennen es – es gibt mind. 1 Mal die Woche Nudeln. Auch bei glutenfreier Ernährung ist das möglich. Rewes „Frei von“ bietet viele verschiedene Sorten an, wie Spaghetti und Fussilli. Auch Barillas „Senza Gluten“ mit der Sorte „Penne Rigate“ oder „Spaghetti“ schmecken unglaublich gut – und ich würde behaupten am besten! Denn da kommt der Maisgeschmack nicht so durch wie es bei den „Frei von“ Produkten der Fall ist. Meinem Freund jedenfalls gefallen bestimmte Nudelsorten nicht, da sie 1. etwas härter sind und sie durch den fehlenden  Kleebereiweiß eine andere Konsistenz aufweisen, sie 2. sehr nach Mais schmecken und 3. länger gekocht werden müssen. Allerdings, ist es bei den Barilla Produkten kein Unterschied für mich. Ihr könnt für euch entscheiden, welche Marken ihr favorisiert. Hier z.B. gibt es Tortellini, aber auch Lasagne von Schär. Beide Produkte schmecken sehr gut, sind allerdings von der Preisklasse her eher schwer zu wuppen, wenn man diese regelmäßig zu sich nehmen möchte.

Kartoffeln:

Bei Kartoffeln kann man eigentlich gar nichts falschen machen. Es sei denn, man kauf  sie verarbeitet in Fertigprodukten. Bei Kartoffelpüree, Bratkartoffeln und Kroketten könnt ihr damit rechnen, dass Weizenmehl verarbeitet wurde. Mc Cain z.B. deklariert ihre glutenfreien Kartoffelprodukte als solche. Die könnt ihr also auch bedenkenlos kaufen. Auch Kartoffelstärke ist glutenfrei.

Pizza:

Pizza schmeckt selbstgemacht doch noch immer am besten! Hierfür könnt ihr dann an stelle von Weizenmehl einfach Buchweizenmehl nehmen. Das schmeckt genauso gut und lässt sich ebenfalls gut verarbeiten. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass Teige von nun an eine andere Konsistenz haben werden. Diesbezüglich gibt es aber sicherlich auch noch Hilfsmittel um diesem Problem zu entgehen. Da müsst ihr mal online recherchieren. Bis auf das Mehl müsst ihr also nichts weiter ändern. Ihr könntet höchstens – falls ihr die Tomatensauce nicht selbst macht – in den Fertigsaucen überprüfen, ob diese mit glutenhaltigen Stoffen versetzt sind. Glutenfreie Fertigpizzen gibt es bei Rewe und Edeka, sowie bei Real zu kaufen. Die Pizzen von Schär, wie die Margherita, Veggie oder Salami sind für den Anfang nicht schlecht ( bei Rewe im Kühlregal erhältlich) allerdings jedoch nicht so lecker, wie die Ristorante Pizzen von Edeka in den Sorten Margherita und Salami. Einfach göttlich!! Promise!

Essen gehen:

Eine gute nahrhafte glutenfreie Alternative bietet Reis mit Fleisch und Gemüse. Besonders die asiatische Küche ist geeignet, um mal abends etwas essen zu gehen ohne sich groß über Gluten den Kopf zu zerbrechen. Verzichtet hier einfach auf Beilagen wie Brot. Falls ihr mal unsicher seid, einfach nachfragen. Restaurants wissen genau woraus ihre Gerichte bestehen. Auch die deutsche Küche eignet sich recht gut. Neben viel Fleisch und Kartoffeln, sowie Kartoffelpuffern und Bratkartoffeln solltet ihr immer bei der Bedienung nachfragen, ob und welches Mehl hinzugefügt worden ist. Auch die angedickten Soßen solltet ihr vermeiden, sowie Panaden.

Stay healthy!

Na, wer ist noch motiviert die Ernährungsumstellung mal auszuprobieren? Keine Sorge, irgendwann werdet ihr ein Händchen dafür bekommen und könnt gut einschätzen, was ihr vertragt und was nicht. Ich kann euch wirklich nur das Buch „Weizenwampe“ von Dr. Med. William Davis empfehlen. Es wird euch die Augen öffnen, was ihr eigentlich jeden Tag selbstverständlich esst und was das mit euch macht. Es ist gut wissenschaftlich recherchiert worden und mittlerweile zum internationalen Bestseller mutiert. Mit diesem post möchte ich euch keine Weisheiten aufdrücken. Ihr entscheidet selbst, was ihr glaubt, was für euch gut ist und welche Produkte aus dem Supermarkt ihr weiterhin essen möchtet. Allerdings kann ich euch nur empfehlen, euch einmal mit den Inhaltsstoffen der Fertigprodukte und generell den Supermarkt Produkten zu beschäftigen. Denn mittlerweile essen wir so viel ohne überhaupt daran zu denken, woher das Fleisch stammt, wie die Eier in die Packung gekommen sind, wie der Käse und was bestimmte Stoffe in Produkten suchen, in denen sie nichts zu suchen haben? Vielleicht konnte ich euch ermutigen euch selbst damit zu beschäftigen. Ich lebe nicht vegetarisch und auch nicht vegan und kann Menschen verstehen, die von soetwas genervt sind. Allerdings ist es wichtig auf sich und seinen Körper zu achten. Und es würde mich für die von euch freuen, die es mit der glutenfreien Ernährung ausprobieren, wenn es euch damit wirklich besser geht. Ich mache das seit einem 3/4 Jahr und habe viele Beschwerden, die ich früher hatte, nicht mehr. Und so fällt es viel leichter, sich so zu ernähren. Also, bleibt gesund und achtet auf euch und probiert auch mal etwas Neues aus! Es ist nicht verwerflich, es ist wichtig, bestimmte Lebensmittel in Frage zu stellen. Selbst kochen macht immernoch am meisten Spaß. 🙂 Stay healthy! Lasst mit gern Feedback da und schreibt mir, wie ihr es schafft, euch glutenfrei zu ernähren oder generell was ihr davon haltet.

Sharing ist caring! Küsse!

Theresa xx

2 Gedanken zu “Glutenfrei ernähren – Auf diese Dinge muss man achten!

  1. karoadores2017

    Hi Theresa,

    ich finde deinen Artikel super interessant!
    Viele Ärzte im deutschen Raum behaupten ja nach wie vor, dass das alles ein Mythos sei, aber ich denke auch, dass Gluten allgemein (v.a. zuviel davon) extrem schädlich sein kann.
    Ich versuche auch, möglichst viele glutenhaltige Produkte wegzulassen.
    Es wird Zeit, dass sich das Thema auch in der deutschen Medizin durchsetzt!

    Liebe Grüße,
    Karo

    (https://karoadores.com)

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Karo,

      ich glaube tatsächlich, dass besonders die Pharmaindustrie an diesen Unverträglichkeiten verdient und so auch die Ärzte. Aber so ganz blickt man da leider nicht so durch. Wichtig ist, dass man bewusst auf sich und seine Ernährung achtet. 🙂 Danke für deinen Kommentar!
      LG und bis morgen:)

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